Workshops für ungarndeutsche Funktionsträger und Pädagogen - 29. Juni Waschludt / 30. Juni Ödenburg

09. August 2021 - 06:39 - Quelle: - 0 kommentier
Statt einem großen Forum organisiert das Team des Ungarndeutschen Pädagogischen und Methodischen Zentrums (UMZ) in diesem Jahr kleinere regionale Workshops. Die ersten Workshops fanden im westlichen Teil des Landes statt. In den Iglauer Park/Waschludt kamen am 29. Juni 24 Kindergartenpädagogen und Kindergartenleiterinnen sowie Träger von ungarndeutschen Kindergärten aus Agendorf, Urkut, Polan, Markau, Nanna, Pußtawam, Saar und Waschludt. Am 30. Juni nahmen in Ödenburg 18 LehrerInnen, SchulleiterInnen und Träger von ungarndeutschen Grundschulen aus Agendorf, Urkut, Nanna, Waschludt, Kroisbach, Kimling, Ragendorf, Steinamanger, Tschischa, Wieselburg-Ungarisch-Altenburg und Ödenburg an der Veranstaltung teil.

Die Workshops liefen an beiden Tagen parallel in zwei Sektionen.

Teréz Radvai, Dozentin der ELTE-TÓK, hielt am ersten Vormittag in Waschludt einen Workshop für die Leiterinnen und die PädagogInnen im Kindergarten zum Thema „Die multisensorische Förderung bei der Sprachentwicklung im Kindergarten“. Alle Sinnesorgane, sogar der Gleichgewichtssinn bewegten die Teilnehmer zum Mitdenken und Mitmachen. Danach ging es im zweiten interaktiven Workshop um „Die guten Praxen in der zweisprachigen Erziehung und Traditionspflege im Kindergarten“ mit Mária Gasser-Karsai, der Referentin für Bildung im UMZ. Sie stellte den Interessenten vor, wie man mit der Kett-Methode die deutsche Sprache motivierend vermitteln kann. Die Rolle der literarischen Werke im Kleinkindalter zeigte sie mithilfe von ungarndeutschen Märchen, dadurch vermittelte sie auch unsere Kulturschätze. In dem anderen Raum gab László Appel, Referent für Bildungswesen Antworten auf die aktuellen Fragen. Sein Workshop fokussierte vor allem auf die Vermögensübergabe und die typischen Fehlentscheidungen der Verantwortlichen.

Am nächsten Tag in Ödenburg legte Mária Frey, Referentin und Lehrbuchautorin die aktuellen Ergebnisse der Neurodidaktik dar. In ihrem Workshop handelte es sich unter anderem um die neuen Lernstrategien und das kindgerechte Lernen, in dem der Unterricht mehrkanalig wird. Die Herausforderung unserer Zeit, die digitale Welt mit Apps und Padlets gerieten in den Brennpunkt. Parallel traf sich László Appel mit den Institutionsleitern und Trägern der Nationalitätenschulen, um über die aktuellen bildungspolitischen Themen zu diskutieren.

Nach der Mittagspause hatte das UMZ-Team an beiden Tagen die Initiative ergriffen, ein Arbeitskollektiv zwecks Vernetzung und Koordination der regionalen Zusammenarbeit zu gründen. An beiden Orten wurde je ein Ansprechpartner in den Sektionen gewählt.

Zum Schluss folgte eine Diskussion unter den TeilnehmerInnen, in der die Erfahrungen, Ideen und Meinungen ausgetauscht wurden.

Laut Rückmeldungen fanden die Teilnehmenden die neuen Kenntnisse größtenteils nützlich und sie würden den Workshop anderen gerne empfehlen, da die Inhalte und die Ideen einfach zu verwirklichen waren. Die PädagogInnen würden gerne mehr über verhaltensauffällige Kinder und den digitalen Unterricht erfahren. Die LeiterInnen und FunktionsträgerInnen interessieren sich eher für Themen wie Organisationsförderung und Handlungsstrategien der Konfliktlösungen.

Die Fachtagung in Waschludt und Ödenburg wurde von dem Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.

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